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Tag der Muttersprache. Die Erhaltung der russlanddeutschen Dialekte

Der Internationale Tag der Muttersprache wurde auf Initiative der 30. UNESCO Generalversammlung im November 1999 ins Leben gerufen und wird seit dem Jahr 2000 jährlich am 21. Februar begangen. Mit dem Internationalen Tag der Muttersprache soll zur Erhaltung der Sprachen und der kulturellen Vielfalt beigetragen werden. Laut UNESCO ist rund die Hälfte der 6000 Sprachen, die es auf der Welt gibt, vom Verschwinden gefährdet. Aus diesem Grund wurde ein präventives Überwachungssystem ins Leben gerufen, das den gegenwärtigen Sprachzustand sowie dessen Gefährdung feststellt und Fördermaßnahmen gegen diese Tendenz in die Wege leitet. 2009 gab die UNESCO bekannt, dass in Russland 136 Sprachen vom Verschwinden bedroht sind. Für Russlanddeutsche ist ihre Muttersprache und Dialektvielfalt bedeutende Voraussetzung für den Erhalt ihrer kulturellen Identität. Sie bemühen sich nicht nur darum, den Dialekt ihrer Heimat zu erhalten, sondern diesen auch ihren Kindern weiterzugeben. Aus diesem Grund erlernen die Schulkinder des Dorfes Solnzewka im Deutschen Nationalrayon Asowo, Gebiet Omsk, ihren heimischen Dialekt Plattdeutsch.
 
Auch in Deutschland spielt die Wahrung von Dialekten eine große Rolle. Darüber spricht der Vorsitzende des Vereins Plautdietsch-Freunde e.V., Heinrich Siemens (Radiosendung „Altaier Weiten“, Beitrag vom 19.02.2015).


Dauer: 15:21 min.
Datum: 05.03.2015
Rubrik: Radio
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